Geschichtliches

(Kapitel 2)

Michael "Mick" Krüger (Drums) und ich kannten uns aus gemeinsamer Schulzeit. Er spielte in der Schülerband "Sun", meine Band hieß damals (1970/71) "Präludium Magnum". Während der documenta 5 befand sich in der Orangerie eine Musikgaststätte. Im Obergeschoss befanden sich einige vom Staatstheater vergessene Lagerräume, die von Kollegen als Proberäume übernommen wurden. In einer dieser "Besetzer-Bands" spielte Jörg Schroeder den Bass. Nach einem Konzert mit anschließender Session schafften wir -eigentlich nur vorübergehend- meine "Emma" eine Etage höher. Daraus ergaben sich anderentags weitere Sessions und daraus wiederum eine gewisse Wertschätzung untereinander. Ich beließ also meine Orgel zunächst erstmal an Ort und Stelle. Das war auch desderwegen reizvoll, als dass zur Bekämpfung der immer öfter auftretender Durstgefühle man nur eine Etage tiefer eine kleines Konzert improvisieren musste. So spielten wir gelegentlch das Jahr über zusammen, denn jeder hatte seine eigentliche "Hauptband". Irgendwann in dieser fröhlichen Periode erzählte Jörg, er würde gerne mal in so einer Triobesetzung wie "Praeludium Magnum" spielen, und er hätte auch schon einen Schlagzeuger, nämlich besagten Mick Krüger. Dessen Band "Cirrus Minor" war gerade aufgelöst worden. Es war mittlerweile das Jahr 1973 und der Zufall fügte es, dass sowohl Jörg als auch ich unsere jeweiligen Combos verlassen hatten.
Somit stand die Ur-Formation von "Mertens Manufaktur" fest.